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19.07.04
"Das siebte Kreuz" von Anna
Seghers
Der Roman “Das siebte Kreuz” von Anna Seghers zeichnet ein Bild des
nationalsozialistischen Deutschlands im Jahre 1937. Aus dem KZ Westhofen sind
sieben Häftlinge geflohen.
Der Lagerkommandant Fahrenberg setzt alles daran, die sieben wieder einzufangen.
Zur Abschreckung läßt er sieben Kreuze errichten, die als Pranger für die
Geflohenen und zu ihrer Vernichtung dienen sollen. Fahrenberg kennt nur die
Furcht, dass ihm einmal die Macht über Tod und Leben entzogen wird und er ins
gescheiterte, armselige, private Leben zurückkehren müßte. Seine Handlanger
Bunsen und Zillich sind gefügige Werkzeuge, die aus Haß oder Lust zerstören,
morden, quälen und willenlos Befehle ausführen.
Beutler, ein jüdischer Lebensmittelverkäufer, wird bereits nach wenigen Stunden
gefaßt, zusammengeschlagen und ins KZ gebracht.
Kurz darauf wird auch Pelzer aufgegriffen und den Kommissaren zum Verhör
überstellt.
Belloni, ein Zirkusartist, kann sich der Verhaftung nur durch einen Sprung in
den Tod entziehen.
Wallau, der kommunistische Funktionär und Leitfigur Heislers, wird verraten, so
dass auch seine Flucht mißlingt.
Aldinger, ehemaliger Bürgermeister von Unterbuchenbach und durch Denunziationen
des jetzigen Bürgermeisters ins KZ gelangt, gelingt die Flucht bis vor die Tore
seines Heimatortes. Dort verlassen ihn die Kräfte und er wird als toter Mann
nach Hause gebracht.
Füllgrabe, ein ehemals wohlhabender Kaufmann, der wegen einer Devisengeschichte
ins KZ eingeliefert wurde, stellt sich freiwillig der Polizei. Er wird ebenfalls
ans Kreuz gestellt.
Ein Kreuz allerdings bleibt leer. Dieses Kreuz ist für Georg Heisler bestimmt.
Die Flucht des Kommunisten Heisler steht im Mittelpunkt des Romans. Die ersten
Stunden der Flucht ist Georg völlig auf sich allein gestellt. Er hofft, sich bis
zu seiner Freundin Leni durchzuschlagen, um mit ihrer Hilfe endlich zu
entkommen. Während dieser Zeit verläßt den entkräfteten und geschundenen Mann
öfters der Mut. Der Gedanke an Wallau, seinen geistigen Vater, richtet ihn aber
immer wieder auf und gibt ihm die Kraft, die Strapazen und Ängste zu überstehen.
In der ersten Nacht findet er Zuflucht in einer Kirche. Hier spürt er neben dem
Gefühl der scheinbaren Sicherheit zugleich Bedrohung, Entmutigung und den Rat
zur Aufgabe der Flucht. Heisler besinnt sich seiner Ziele und seiner selbst und
schöpft neue Kraft in seiner Verzweiflung. Der Pfarrer ist ihm bei der Flucht,
ohne das Georg es weiß, hilfreich, indem er den Küster zur Beseitigung des
blutverschmierten Lappens anweist, welcher in der Kirche zurückbleibt.
Schließlich gelangt Georg zu Leni, die ihn aber aus Angst und Selbstsucht
zurückweist.
So wie Leni verschließen viele ihre Augen vor den unvorstellbaren Greueln in den
Konzentrationslagern und vor dem brutalen Terror und werden so zu bewußten
Stützen und Helfershelfern des Faschismus. Sie entstammen meist der breiten
Schicht des Kleinbürgertums und werden so ohne merklichen inneren Widerstand zu
Mitläufern oder Werkzeugen des faschistischen Regimes..
Wieder auf sich allein gestellt sucht Heisler in seiner Vergangenheit nach
Menschen, die ihm weiter helfen könnten. Da sich das Netz der Verfolgung durch
die Nazis um ihn herum immer enger zieht, kommt keiner der alten Weggefährten in
Frage. Da erinnert sich Georg an seinen Schulkameraden Paul Röder, welcher nicht
im Widerstandskampf tätig ist. Dieser Paul Röder ist es schließlich, der aus
Freundschaft und Menschlichkeit die erforderlichen Kontakte für Georg aufnimmt
und es den Genossen ermöglicht, Heisler zu retten.
Hierbei bemüht sich Franz Marnet, Georgs ehemaliger Freund und Weggefährte, in
besonderem Maße um Hilfe. Heislers Flucht reißt Franz aus seiner Isolierung
heraus. Er sucht und findet die Genossen und greift wieder aktiv in den Kampf
des Naziregime ein.
Heisler gelingt aufgrund der Unterstützung vieler Menschen die Flucht ins
Ausland. Sein Kreuz bleibt leer. Es wird zum Symbol der Hoffnung und des
Widerstandes
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